Sicherheit im Wald Verhalten bei Brand- und Unfallgefahren
Gemeinsam aufmerksam bleiben
Zu jeder Jahreszeit kann ein Waldbrand entstehen.Besonders hoch ist die Gefahr jedoch bei anhaltender Trockenheit, hohen Temperaturen und Wind. Wie wir alle wissen, können Waldbrände verheerende Folgen für Menschen, Tiere und die Natur haben.
Deshalb müssen wir alle dazu beitragen, Waldbrände zu verhindern. Oft reicht schon ein wenig Aufmerksamkeit und verantwortungsvolles Verhalten aus, um Brände zu vermeiden.
Kein offenes Feuer im Wald
- Egal ob Grill, Outdoor-Kochequipment, Lagerfeuer oder Zigarette – offenes Feuer hat im Wald nichts verloren.
- Vom 1. März bis 31. Oktober ist es gesetzlich verboten, jegliche Art von Feuer im Wald zu entzünden.
- Auch Feuerwerk gehört nicht in den Wald. Das gilt ausdrücklich auch an Silvester. Neben der Brandgefahr bedeuten Licht- und Knalleffekte eine erhebliche Belastung für die wildlebenden Tiere.
- Achten Sie außerdem darauf, Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abzustellen. Heiße Fahrzeugteile können trockenes Gras entzünden und so einen Waldbrand auslösen.
Waldbrandgefahr und Wetter beachten
- Informieren Sie sich vor einem Ausflug über die aktuelle Wetterlage und die Waldbrandgefahr. Besonders während längerer Trockenperioden genügt oft schon ein kleiner Funke, um einen Brand auszulösen.
- Auch Gewitter, Stürme und extreme Hitze können Gefahren für Waldbesuchende mit sich bringen. Bei akuter Sturm- oder Gewittergefahr sollte auf einen Waldbesuch möglichst verzichtet werden.
Im Brandfall richtig handeln
- Wenn Sie ein Feuer oder einen Waldbrand feststellen, verständigen Sie bitte umgehend die Feuerwehr unter der Notrufnummer
- Sollten Sie einen Brand bereits in seiner Entstehungsphase entdecken, prüfen Sie zunächst, ob Sie ihn mit einfachen Mitteln – beispielsweise mit Wasser oder durch Austreten – gefahrlos löschen können.
- Dabei gilt immer: Eigenschutz geht vor!
- Bringen Sie sich niemals selbst in Gefahr. Wenn das Feuer bereits größer ist oder Sie die Situation nicht sicher einschätzen können, alarmieren Sie ausschließlich die Feuerwehr und halten Sie ausreichend Abstand.
Rettungswege freihalten
- Ein Ausflug in die Natur beginnt oft mit dem Auto. Am Zielort angekommen, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass keine Rettungswege oder Waldzufahrten zugeparkt werden.
- Gerade bei Wald- und Vegetationsbränden sind Feuerwehr und Rettungsdienst auf freie Zufahrtswege angewiesen. Jedes falsch abgestellte Fahrzeug kann wertvolle Zeit kosten.
Einsatzkräfte unterstützen – nicht behindern
- Sollten bereits Löschmaßnahmen oder andere Rettungseinsätze laufen, dürfen diese keinesfalls behindert werden.
- Auch wenn der Einsatz von Löschhubschraubern oder anderen Einsatzmitteln beeindruckend erscheint, halten Sie ausreichend Abstand und folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte.
- Es kann vorkommen, dass an Weggabelungen umgelegte Verkehrsleitkegel oder andere Markierungen zu sehen sind. Dies ist kein Versehen. Diese Markierungen dienen der Orientierung nachrückender Einsatzkräfte und dürfen nicht verändert, aufgerichtet oder entfernt werden.
Gefahren im Wald beachten
- Neben der Brandgefahr gibt es im Wald weitere Risiken. Lose Äste, umgestürzte Bäume, steile Böschungen oder unwegsames Gelände können zu Unfällen führen. Nach Stürmen oder Unwettern besteht ein erhöhtes Risiko durch herabfallende Äste oder beschädigte Bäume.
- Bitte beachten Sie außerdem Absperrungen und gesperrte Bereiche. Diese dienen Ihrer Sicherheit, beispielsweise bei Forstarbeiten, nach Sturmschäden oder aufgrund anderer Gefahrenlagen.
Verantwortung übernehmen
- Wer durch fahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten einen Waldbrand verursacht oder Rettungsmaßnahmen behindert, muss mit erheblichen Konsequenzen rechnen. Diese können von Bußgeldern über Schadenersatzforderungen bis hin zu strafrechtlichen Folgen reichen.
- Mit Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und verantwortungsvollem Verhalten kann jede und jeder dazu beitragen, Waldbrände und Unfälle im Wald zu verhindern.